Verbesserungen durch den Ofen

Der Einsatz von Solaröfen ist besonders in warmen und armen Ländern sinnvoll. In großen Gebieten Afrikas tritt nach und nach die Verwüstung ein, dies nicht zuletzt durch den Brennholzverbrauch der Einheimischen. Der Bedarf an Energie in den Dritte Welt Ländern wird zu ca. 80 % in den Haushalten in erster Linie fürs Kochen benutzt. Auch sind die Kosten für das Holz sehr hoch und nehmen oft zwischen 30 und 40 % des Lohnes ein. So ergibt es sich, dass das Brennmaterial teilweise teurer ist als das Essen im Topf. Wenn es nicht gekauft wird, muss es gesammelt werden und dies zu Lasten der Frauen und Kinder. Man kann natürlich keinen einheitlichen Sammelwert festlegen, doch sind es meistens mehrere Stunden am Tag und teilweise bis zu sechs Stunden. In anderen Gebieten benutzt man Kerosin, welches aber oft vom Staat subventioniert wird, da es sich die Bürger sonst gar nicht leisten könnten. Der Ofen bietet sich da als gute Alternative an. Er schont die Umwelt, die Gesundheit, die durch den Rauch beeinträchtigt wird und den Geldbeutel der Leute, und würde bei großen Projekten auch für die Verbesserung der gesamten Wirtschaftslage sorgen. Denn man müsste keine Rohstoffe subventionieren und es entstünde eine Industrie für den Bau der Öfen, die ländlich angelegt sein könnte, was auch noch der z.Z. herrschenden Landflucht entgegenwirken würde. Momentan leben noch mehr Menschen auf dem Land, doch Schätzungen zufolge soll es bereits 2030 so sein, dass zwei Drittel der Menschen in der Stadt wohnen werden. Dies sorgt natürlich auch für einen viel höheren Bedarf an Energieträgern, vorzugsweise fossilen. Dies wird dann aber bald schon nicht mehr möglich sein, da alles einem Ende zugeht und dadurch auch die Preise der Rohstoffe ansteigen werden.
Die Kosten für eine solare Kochkiste sind relativ gering und liegen zwischen 50 und 100 Mark. Dies ist natürlich für die arme Bevölkerung viel Geld und beansprucht teilweise mehrere Monatslöhne. Deshalb können sich viele selbst die subventionierten Kocher nicht leisten, weshalb Ratenzahlungen auch so sinnvoll sind. Denn er spart ja auch Geld ein, so dass die Benutzer das Geld bald zurück zahlen oder evtl. abarbeiten können. Der Ofen amortisiert sich teilweise schon nach wenigen Monaten, im Durchschnitt aber nach ca. einem Jahr, es kann also auch länger dauern. Doch ist er auf jeden Fall ein Gewinn, da er ja auch eine ziemlich lange Laufzeit hat von ungefähr 20 Jahren. Zusätzlich zu dem gesparten Geld kommt ja auch noch die gewonnene Zeit, die herauskommt, wenn man seine Kochgewohnheiten erst mal umgestellt hat.
Zusammenfassend kann man also sagen, dass der Kocher für vier Bereiche der Benutzer eine positive Wirkung hat: erstens ist er frauenfördernd (bzw. kinderfördernd), zweitens armutsbekämpfend, was sich im Endeffekt ja auch auf das ganze Land auswirkt, da sich mit dem steigenden Reichtum der Bürger, durch Technologien wie diese, für alle Vorteile eröffnen. Als drittes sorgt er für eine ländliche Entwicklung und viertens für die Deckung eines Grundbedürfnisses, das Essen, was inzwischen langsam in Gefahr gerät, da die Möglichkeit zum Kochen immer schlechter wird.
Er ist also eine wirklich gute Partie um die Verhältnisse zu verbessern und sollte mit allen Mitteln unterstützt werden, da es für arme Menschen doch wichtig ist, dass sie das Geschenk der Sonne annehmen können; gerade in ihren Gebieten hat der Ofen den besten Wirkungsgrad, weil die Sonne einen Großteil des Jahres zur Verfügung steht.
Alle diese Vorteile erfordern eigentlich nur ein wenig Umstellung und den Willen, auf eine bessere Lösung einzugehen. Nun könnte man vielleicht denken, dass die dort lebenden Menschen darauf eingehen sollten, nicht zuletzt, da sich dadurch die Umweltsituation verbessern ließe, doch auch wir in unseren Breiten haben die Möglichkeit, den Ofen für mehrere Monate im Jahr zu nutzen, doch ist uns dies zu umständlich, da wir keine Lust haben, lange auf das Essen zu warten. Wir wollen unsere Gewohnheiten auch nicht umstellen, und obwohl sich die meisten beim lesen des Textes wahrscheinlich gefragt haben, warum die Leute den Ofen nicht benutzen, kämen sie selbst nie auf die Idee. Dabei sind es die Industrieländer, die den größten Rohstoffverbrauch haben, und mit ihrer hemmungslosen, unüberlegten und uneffektiven (schlechte Energieumsetzung wie z.B. beim Auto) Nutzung auch noch schädigend auf Ozonloch und Klimaveränderung wirken.
Doch ist es natürlich schon so, dass das beste Ergebnis in Dritte Welt Ländern erzielt wird. Er kann dort in verschiedenen Situationen genutzt werden: als erstes in ökologisch- gesundheitlichen Krisengebieten, im Falle der Desertifikation oder bei Erkrankungen der Frauen, die durch Rauch entstehen, zweitens in ökonomisch- sozialen Gegenden, in denen die Menschen kein Geld haben um sich bekochen zu können, oder Frauen und Kinder durch das Holzsammeln zu Schaden kommen und drittens militärischen Krisengebieten: so kann z.B. bei einer Stadtbelagerung auf eine Brennstoffversorgung verzichtet werden, und auch Flüchtlinge, die sich nicht durch Rauch verraten dürfen, können ihn gut benutzen. Dies hört sich jetzt vielleicht etwas absurd an, geschieht aber in Wirklichkeit.







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