Lösungsansätze für die 3. Welt

Die Umweltsituation sowie die gesundheitlichen Probleme der 3. Welt fordern eine schnelle Lösung.

Drei Lösungsmöglichkeiten bieten sich an:
1. Holzplantagen
2. Verbesserung der bestehenden Öfen
3. Alternative Energien

Holzplantagen
Die erste Möglichkeit, Holzplantagen zu pflanzen ,wird nicht von der Bevölkerung getragen werden, da sie sich nicht mit den Umweltproblemen befassen; selbst wenn die Situation der Region äußerst schlecht ist, wird dies dem Volk nicht bewußt. Deshalb würden sie auch keine Bäume pflanzen und pflegen, wenn sie nicht direkten Nutzen daraus ziehen könnten. Die Industrie verwendet Holzplantagen auch nur für eigene Zwecke, vom Staat kommt nicht viel zustande.

Verbesserung der bestehenden Öfen
Seit langem benutzt die Bevölkerung zum kochen, heizen und beleuchten das Drei- Steine- Feuer . schon 1940 wurde versucht, verbesserte Öfen einzuführen, doch scheiterten die Versuche an den unausgereiften Modellen. Diese hatten zwar in Laborversuchen eine recht hohe Effizienz gezeigt, doch ließen sie in der Praxis zu wünschen übrig. Das Drei- Steine- Feuer schätzte man damals mit einer Effizienz von unter 10% ein. Später zeigte sich jedoch, dass bei geübter Handhabung durchaus 14% möglich sind, was sich wiederum mit der Energieumsetzung der verbesserten Öfen gleichsetzte. Die Projekte ,die auch in den 60er und 70er Jahren fortgesetzt wurden, scheiterten daran, dass sie nicht genügend durchdacht waren und letztendlich nicht als "angepasste Technologie" zu bezeichnen sind(anmerk.= siehe kap.?). Mit der Zeit änderte sich die Situation etwas, so dass man heute verbesserte Öfen aus Lehm oder Metall hat, mit denen bis zu 50% Brennholz eingespart werden kann und das bei einer 60% niedrigeren Rauchbelastung. Von diesen Öfen gibt es zur Zeit mehrere 100.000e.

Alternative Energien
Als alternative Energie bieten sich vor allem Biogasanlagen an. Diese verwandeln die Ausscheideprodukte der Tiere in Biogas, welches dann verbrannt werden kann. Hierbei wird zwar der CO² Ausstoß nicht so stark verringert dafür aber der Methangehalt, was dem Ozonloch auch mehr Nutzen bringt.
Das Problem der Biogasanlagen, die in den Entwicklungsländern im Gegensatz zu den unsrigen meistens dezentral gebaut werden, ist, dass die viele Familien die Anlagen nicht betreiben können, da sie nicht soviel Vieh besitzen. Um eine sechsköpfige Familie mit Strom zu versorgen benötigt man nämlich 3 bis 5 Rinder. Dazu kommt, dass die Tiere meistens nicht im Stall gehalten werden und somit die Exkremente erst eingesammelt werden oder eine Umstellung der Tierhaltung erfolgen müsste . Auch Projekte, die versuchten Dorfgemeinschaftsanlagen zu bauen, scheiterten, da sich die Bewohner nicht auf die Verwendungszwecken einigen konnten, und auch keine Zusammenarbeit entstand. Ein technischer Nachteil der Anlage ist die Leistung in den Wintermonaten, die dann auf 50% absackt und in der Monsumzeit sogar auf 15%. Dies liegt daran, dass bei den kälteren Temperaturen die Anlage einen großen Teil des produzierten Gases für den Eigenbetrieb benötigt.
So ist die Biogas Anlage vor allem für Farmen gewinnbringend. Dort gibt es teilweise Stallhaltung und sonst ist es auf Grund der höheren Kapazität der Anlage nicht so schwierig, diese darauf umzustellen. Für die Farmen hat Biogas entscheidende Vorteile: neben der Stromversorgung verringert die Anlage auch Geruchserosionen und trägt so zu einer sauberen Atemluft bei. Und auch das Endprodukt der Anlage, der aus dem Viehmist gewonnene Humus, ein vollkompostierter Boden, läßt sich in der Landwirtschaft vorzüglich verwenden.
Im Rahmen der regenerativen Energien fallen Photovoltaikanlagen fast weg, da sie für die Länder unbezahlbar sind. Bisher wurden aber schon Projekte gemacht in denen kleine Solarmodule verbreitet wurden die den Grundbedarf der Benutzer versorgen konnten. Doch die Energie der Sonne läßt sich vielseitig nutzen. So würde die Verbreitung von Solarkochern die familiären Situationen erheblich verbessern, auch wenn sie kurz- oder mittelfristig keine Lösung für die Umweltprobleme darstellen. Doch durch die sonnenbeheizten Öfen würden die Frauen und Kinder vom Holz sammeln erlöst, der Geldbeutel würde entlastet, die Frauen würden nicht mehr dem beim Kochen entstehenden Rauch ausgesetzt werden und die gesamte wirtschaftliche Situation würde sich verbessern, da z.B. für den Bau Werkstätten eingerichtet werden könnten und so Arbeitsplätze geschaffen würden. Berechnungen zufolge besteht ein weltweiter Bedarf von 164 Mio. Solarkochern. Da sind die heute schätzungsweise 300.000 Solaröfen ein erschreckend kleiner Teil. Warum der Kocher nicht so verbreitet ist wie er sein könnte, stößt nach westlichen Denkart auf Unverständnis, wird allerdings in späteren Kapiteln detailliert erklärt. Nicht nur Solarkocher sind verwendbar, auch andere solarthermische Geräte wie z.B. Solarheizungen wären einsetzbar, doch sind auch diese nicht sehr verbreitet.







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