Probleme der dritten Welt

In den armen Ländern dieser Erde, den Entwicklungsländern, leben zur Zeit 3,5 Milliarden Menschen. Zwei Milliarden von ihnen haben keinen elektrischen Strom und sind somit auf Holz sowie tierische und pflanzliche Abfälle angewiesen. In manchen Entwicklungsländern wird der gesamte Energiebedarf des Landes zu 95% durch solche Rohstoffe gedeckt. So kommt es in vielen Ländern zur Desertifikation, der Veränderung des Savannenbodens zur Wüste. Es gibt in vielen Ländern kaum Aufforstungsprogramme, die dem ganzen Wandel etwas Einhalt gebieten könnten und dies, obwohl die Kosten hierfür ein Minimum von denen eines Industrielandes betragen. So könnten sich auch unsere Politiker überlegen, ob sie nicht in solche Projekte im Sinne der Umwelt investieren sollten, da sie mit wenig Geld einiges bewirken würden. Auf jeden Fall besteht dringender Handlungsbedarf, ,da jeder der Holz als Energielieferant benutzt, jährlich 500-700 kg verbrennt. Dies ergibt einen Tagesverbrauch von 2,7 bis 3,8 Millionen Tonnen am Tag. Die Verwüstung ist das eine Problem, das andere besteht in der Abholzung der Wälder, insbesondere der Regenwälder, wodurch Erosionen verursacht werden, und der Boden abstirbt. Die Abholzung kommt hauptsächlich davon, daß die Menschen versuchen, Land für Ackerbau und Viehzucht zu gewinnen, doch müssen sie bald weiterziehen da der Boden, der aus seinem biologischem Mechanismus gebracht wurde, bald wieder unfruchtbar wird. Zum anderen trägt der Abbau von Bodenschätzen sowie der Nutzholzschlag von für den Export gedachtem Holz eine große Rolle. Auch darauf haben die Industrieländer zu achten; da sie die Abnehmer für dieses Holzes sind und ständig versuchen, es so billig wie möglich zu erwerben.
Doch auch die Nutzung des Holzes als Brennmaterial hat Nachteile: zuerst müssen meistens die Frauen einen großen Teil suchen. Hierbei kann es schon mal vorkommen, daß sie damit den halben Tag beschäftigt sind. Oft werden auch die Kinder in diese Arbeit mit einbezogen. Dies hat zur Folge, daß sie auf Schulbildung verzichten müssen oder an dieser nur in geringem Maße teilnehmen können. Menschen die in der Stadt wohnen, haben nur die Möglichkeit das Holz zu kaufen, das wiederum zur Folge hat, das ihr Einkommen um einen erheblichen Teil geschmälert wird. Dies können schnell 40% des Monatseinkommen sein. So ergibt es sich, daß in vielen Familien der Brennstoff teurer ist als das Essen selbst.
Doch auch wenn man das Holz schon hat, treten Probleme auf: durch das Verbrennen von Holz entsteht CO², dem die Frauen den ganzen Tag ausgesetzt sind. Dies führt zu chronischen Lungenerkrankungen und Augenbindehautreizungen. Auch die hohe Kleinkindersterblichlichkeitsrate ist das Ergebnis der erkrankten Atemwege.







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